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THERAPIE

Systemische Familientherapie

Familie heute

Familien gelten als die stabilsten und effektivsten sozialen Systeme und bilden das soziale Kapital einer Gesellschaft durch ihre täglichen Fürsorgeleistungen.

Der gesellschaftliche Wandlungsprozess stellt Familien heutzutage vor grosse Herausforderungen:

  • veränderte Rollenbilder von Männern und Frauen
  • höhere Bildungsanforderungen
  • der Terminkalender wird immer voller
  • gemeinsam verbrachte Zeit immer weniger
  • finanzielle Benachteiligungen
  • Arbeitsunsicherheit usw.

Der 7. Familienbericht aus dem Jahr 2007 weist die Bundesregierung erstmals auf "Familie als erschöpfbare Ressource" hin und drängt auf die Durchsetzung familienfreundlicher Rahmenbedingungen auf politischer Ebene.

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Erfüllte Beziehungen als Gesundheitsfaktor

"Unser ganzes gelebtes Leben wird durchgehend von einem entscheidenden Moment geprägt: unseren bedeutendsten Beziehungen.
Sie machen das Glück oder Unglück unseres Daseins aus. Sie bestimmen unsere wirkliche, die seelische Lebensqualität.
Die Erfüllung oder Nicht-Erfüllung der zentralen Bindung ist nach den Forschungen der Beziehungsmedizin der langfristig stärkste Faktor für unsere persönliche Gesundheit und Krankheit." (Prof. Dr. M .L. Moeller, 2000)

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Ziel der systemischen Familientherapie ist es, Menschen zu befähigen, erfüllte und stärkende Beziehungen zu ihren Partnern, Kindern und allen anderen Familienmitgliedern zu gestalten.

Methoden

Genogramm-Arbeit:

Die Entwicklung eines Menschen ist eingebunden in ein familiäres System, in das er/sie hinein geboren wird.
Durch dieses System finden entscheidende Prägungen statt. Über Generationen hinweg geben Familiensysteme bewusst und unbewusst Erfahrungen, Werte und ungelöste Themen an Nachgeborene weiter. Wir saugen sie "wie mit der Muttermilch" auf.

Das Genogramm ist die bildliche Darstellung eines Familienstammbaums, der - über mindestens 3 Generationen hinweg - die vielfältigsten Informationen über die Mitglieder einer Familie und ihre Beziehungen enthält.
In diesem Sinne besteht die "Familie" aus den gesamten Verwandtschaftsbeziehungen mindestens dreier Generationen, und zwar sowohl in ihrer gegenwärtigen Existenz als auch im Laufe ihrer historischen Entwicklung.

Das körperliche, soziale und emotionale Wohlbefinden eines Familienmitglieds steht in einer tiefen wechselseitigen Abhängigkeit vom Familiensystem: Veränderungen in einem Teil des Systems schlagen sich in anderen Teilen nieder.

Mit Hilfe des Genogramms können sowohl die Stärken als auch unintegrierte Anteile einer Familie bewusst integriert werden.

Familienaufstellungen:

.........damit die Liebe wieder fliessen kann!

Virginia Satir arbeitete mit Familienskultpturen, um Muster und Störungen aufzulösen. Die von Bert Hellinger entwickelten Familienaufstellungen sind noch einen Schritt weitergegangen. 
Hellinger geht davon aus, dass in Familien bestimmte Ordnungen wirken, die allen Mitgliedern eine kraftvolle und autonome Position ermöglichen. Störungen dieser Ordnungen wirken sich dagegen schwächend auf alle aus.

Diese "Ursprungsordnung" beinhaltet u.a. das Recht aller Mitglieder auf Zugehörigkeit, die Achtung vor der Generationenabfolge und den Ausgleich von Geben und Nehmen im Familiensystem.

Aufstellungen ermöglichen es, die Ordnungen wieder in Fluss zu bringen, sodass die ursprüngliche tiefe Verbundenheit und Liebe wieder erlebbar wird und allen Mitgliedern als Kraftquelle zur Verfügung steht.


"Einst war das Wissen um die Verbundenheit im Inneren selbstverständlicher Hintergrund allen Lebens, so wie heute die Vereinsamung selbstverständlicher Hintergrund unserer Gesellschaft ist.
Nun ist diese Verbundenheit im Inneren aber nichts, was ein lebendes Wesen je ganz verlieren könnte, und so spüren wir sie als tiefe Sehnsucht."

(M. Holitzka/E. Remmert)

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